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Musikstadt Hamburg

Hamburg neu hören: In Musikstadt Hamburg erkunden Kompositionsstudierende die Stadt als Klangraum, Erinnerungsort und Bühne. Aus Begegnungen, Recherchen und urbanen Erfahrungen entstehen Musiktheaterarbeiten, die bekannte Orte aus ungewohnten Perspektiven erfahrbar machen. 

Über das Projekt

Musikstadt Hamburg lädt dazu ein, die Stadt mit neuen Ohren zu entdecken. Ausgangspunkt ist die Perspektive von Kompositionsstudierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT Hamburg), von denen viele erst seit kurzer Zeit in Hamburg leben. Gerade dieser unverstellte Blick eröffnet neue Fragen: Was fällt Menschen auf, die die Stadt noch nicht so gut kennen? Welche Geschichten, Klänge und Atmosphären entdecken sie dort, wo andere längst achtlos vorbeigehen? 

Die Studierenden erkunden unterschiedliche Hamburger Stadtteile, sprechen mit Bewohner:innen, recherchieren lokale Geschichte und erleben urbane Räume als Orte des Klangs, der Erinnerung und der Begegnung. Aus diesen künstlerischen Recherchen entstehen eigenständige Musiktheaterproduktionen, die Hamburg nicht dokumentieren, sondern neu interpretieren. Musik, Szene, Sprache, Raum und mediale Elemente verbinden sich zu Werken, die die Stadt aus ungewohnten Perspektiven erfahrbar machen.

Komposition, Stadtraum, Öffentlichkeit 

Das Projekt ist Teil des Artistic Research Lab im ligeti zentrum und untersucht, wie künstlerische Forschung gesellschaftliche Wirklichkeit erfahrbar machen kann. Im Mittelpunkt steht die Wechselwirkung zwischen Komposition, Stadtraum und Öffentlichkeit. Hamburg wird dabei als lebendiger Forschungsraum verstanden, in dem Geschichte, Gegenwart und individuelle Erfahrungen aufeinandertreffen. Künstlerische Erkenntnis entsteht nicht allein im Atelier oder Probenraum, sondern im Dialog mit Menschen, Orten und ihren Geschichten. 

 

Interdisziplinäre Kooperationen 

Musikstadt Hamburg verbindet Komposition, Musiktheater, Performance und künstlerische Forschung. Je nach Projekt arbeiten die Kompositionsstudierenden mit Interpret:innen, Regisseur:innen, Bühnen- und Kostümbildner:innen sowie Medienkünstler:innen zusammen. Gleichzeitig entstehen Kooperationen mit Stadtteilinitiativen, Kulturorten, Archiven und lokalen Akteur:innen, deren Wissen und Erfahrungen in die künstlerischen Prozesse einfließen. So entsteht ein interdisziplinärer Austausch zwischen Hochschule, Stadtgesellschaft und kulturellen Institutionen. 

 

Öffentliche Präsentationen 

Die Ergebnisse des Projekts werden in öffentlichen Aufführungen unmittelbar in die Stadt zurückgetragen. Die Produktionen finden zum Teil an Orten statt, die selbst Teil der künstlerischen Erzählung sind, und laden das Publikum ein, Hamburg aus neuen Perspektiven wahrzunehmen. Gesellschaftliche Teilhabe bedeutet dabei nicht nur, Aufführungen zu besuchen, sondern bereits im Entstehungsprozess präsent zu sein: Gespräche mit Bewohner:innen, die Auseinandersetzung mit lokalen Erinnerungen und die Begegnung mit unterschiedlichen Lebenswelten bilden die Grundlage der künstlerischen Arbeiten. So wird Musikstadt Hamburg zu einem Dialog zwischen Hochschule und Stadt – und zeigt, wie zeitgenössische Musik gesellschaftliche Wirklichkeit reflektieren und neue Zugänge zu ihr eröffnen kann. 

FrauenFreiluftGalerie
FrauenFreiluftGalerie
FrauenFreiluftGalerie
FrauenFreiluftGalerie

Den Auftakt machen drei sehr unterschiedliche künstlerische Arbeiten:

Der optimierte Stadtmensch

Der optimierte Stadtmensch“ (Jiwon Seo) – eine multimediale Mini-Oper über den Menschen zwischen Anpassung, Effizienz und Identität in der modernen Großstadt

Jiwonteaser1@Jiwon Seo

Zwischen Ankunft und
Verschwinden

„Zwischen Ankunft und Verschwinden“ (Haonan Guo) – ein Musiktheater zum Thema Wasser, welches das Schiff als Ort des Übergangs und temporären Zusammenlebens erforscht 

Haonan Guo (©Ling Shen)

Das Projekt versteht die Stadt selbst als Labor künstlerischer Forschung. Es verbindet Komposition, Musiktheater und gesellschaftlichen Dialog und schafft einen Raum, in dem neue Sichtweisen auf Hamburg entstehen – vermittelt durch diejenigen, die der Stadt mit einem frischen Blick begegnen

Events

Festivalwoche „Musikstadt Hamburg“ | September 2026 

23.–24. September 2026 

Zwei multimediale Musiktheater:  

  • „Der optimierte Stadtmensch“ (Komposition: Jiwon Seo)  
  • „Zwischen Ankunft und Verschwinden“ (Komposition: Haonan Guo) 

Ort: Tonali-Saal, Kleiner Kielort 3-5, Hamburg 

Uhrzeit: 19.30 Uhr – 21.30 Uhr  

Eintritt frei 

 

26.–27. September 2026 

Musiktheater-Tour entlang der FrauenFreiluftGalerie 

Ort: Große Elbstraße 132, Hamburg 

Komposition: Tina Geroldinger 

Sa. 26.9.2026, 14:00 – 15:00 Uhr 

So. 27.9.2026, 10:30 – 11:30 Uhr und 14:00 – 15:00 Uhr  

Eintritt frei 

Tina Geroldinger_Scores@Ulrich Gruchmann-Bernau

Musiktheater-Tour entlang der
FrauenFreiluftGalerie

Tina Geroldinger_Scores@Ulrich Gruchmann-Bernau

Musiktheater-Tour entlang der FrauenFreiluftGalerie (Tina Geroldinger) – ein wandelndes Musiktheater, das die Geschichten hafenbezogener Frauenarbeit, Erinnerungskultur und den Wandel des öffentlichen Raums miteinander verbindet 

Tina Geroldinger@Ulrich Gruchmann-Bernau

Das Projekt versteht die Stadt selbst als Labor künstlerischer Forschung. Es verbindet Komposition, Musiktheater und gesellschaftlichen Dialog und schafft einen Raum, in dem neue Sichtweisen auf Hamburg entstehen – vermittelt durch diejenigen, die der Stadt mit einem frischen Blick begegnen

Events

Festivalwoche „Musikstadt Hamburg“ | September 2026 

23.–24. September 2026 

Zwei multimediale Musiktheater:  

  • „Der optimierte Stadtmensch“ (Komposition: Jiwon Seo)  
  • „Zwischen Ankunft und Verschwinden“ (Komposition: Haonan Guo) 

Ort: Tonali-Saal, Kleiner Kielort 3-5, Hamburg 

Uhrzeit: 19.30 Uhr – 21.30 Uhr  

Eintritt frei 

 

26.–27. September 2026 

Musiktheater-Tour entlang der FrauenFreiluftGalerie 

Ort: Große Elbstraße 132, Hamburg 

Komposition: Tina Geroldinger 

Sa. 26.9.2026, 14:00 – 15:00 Uhr 

So. 27.9.2026, 10:30 – 11:30 Uhr und 14:00 – 15:00 Uhr  

Eintritt frei 

Team

Yaltah Mildenberger

Lebt und liebt die Interdisziplinarität. Aus einem Musikerhaushalt stammend absolvierte sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover zunächst ein Frühstudium Musik, bevor sie ein Studium in „Philosophy & Economics“ sowie „European Studies“ anschloss. Ihre große Leidenschaft gilt der Musikvermittlung. Als Projektkoordinatorin von „Musikstadt Hamburg“ begleitet sie Kompositionsstudierende der Hochschule für Musik und Theater Hamburg dabei, die Stadt als lebendigen, klanglichen und sozialen Raum zu erforschen. Ziel des Projekts ist es, urbane Strukturen, ihre Geschichte sowie die Erfahrungen und Perspektiven der Bewohner:innen künstlerisch zu reflektieren und in neue Formen des Musiktheaters zu übersetzen. 

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