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Workshop: SPIIC+ präsentiert: „Atlas of Breaths” ein co-kreativer Workshop mit Choreographin und Künstlerin Anan Atoyama

26. November 2025 // 15:00 -27. November 2025 // 19:00

Atlas of Breaths entfaltet sich als ein lebendiges Labor, in dem Bewegung, Musik und Poesie miteinander verwoben sind, um Wissen in verkörperte Erfahrung zu verwandeln. Der Workshop wird zu einem Raum der gemeinsamen Schöpfung in Echtzeit – ein Ort, an dem die Bande neu geknüpft werden zwischen denen, die vor Ort sind, und jenen, die, nah oder fern, ihre Heimat verlassen mussten. Es geht dabei nicht nur um Willkommenheißen: Es geht um Zuhören und Raumgeben.
Die Geschichten von Asylsuchenden, wissenschaftliches Wissen über das Klima und grundlegende Rechtstexte wie die Genfer Konvention werden zu lebendigem Material — nicht erstarrt in Abstraktion, sondern durch Gesten und Klänge fühlbar, vorstellbar, befragbar und neu erfunden.
Alle Teilnehmenden sind zu einer immersiven Erfahrung eingeladen, in der Tanz und Musik eine gemeinsame Sprache eröffnen. Grenzen zwischen Zuschauer:innen und Akteur:innen, zwischen Hier und Anderswo, zwischen Vergangenheit und Zukunft lösen sich allmählich auf, sodass ein kollektives Werk im ständigen Wandel entstehen kann.
Dieser geteilte Raum nährt die individuelle Kreativität und zugleich die Kraft des Kollektivs. Er macht das gemeinsame Dasein zu einem politischen und empfindsamen Akt: das Erkennen im Körper des Anderen — einer Erinnerung, einer Verletzlichkeit, aber auch einer Handlungsfähigkeit.
So wird Atlas of Breaths mehr als nur ein Workshop — es wird zu einem Ort der Begegnung und der Neuerfindung, an dem neue Wege beschritten werden, eine sich wandelnde Welt zu bewohnen.

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Atlas of Breaths ist ein zweitägiger Workshop mit der japanischen Tänzerin und Choreographin Anan Atoyama. Die Teilnehmer:innenzahl ist auf maximal 15 Personen beschränkt. Interessierte können sich via Email über die Teilnahmemöglichkeit erkundigen.

Der Workshop findet jeweils am 26.11. und 27.11. von 15:00 bis 19:00 Uhr statt. Die Teilnahme an beiden Tagen ist erwünscht.

Eine öffentliche Präsentation des Workshops findet am 27.11. um 19:30 im Rahmen der SPIIC+ Lecture Performance statt.

ANAN ATOYAMA – Choreographin / Tänzerin
Anan Atoyama wurde in Fukuoka (Japan) geboren und lebt und arbeitet zwischen Japan und Frankreich. Von 1999 bis 2003 lebte sie in New York, wo sie an der Ailey School, im Trisha Brown Studio und im Merce Cunningham Studio ausgebildet wurde. Die Anschläge vom 11. September prägten ihr künstlerisches Schaffen und führten sie 2004–2006 nach Tunesien, wo sie den Aufbau von Tanzkonservatorien in Mahdia und Monastir unterstützte.
2007 kehrte sie nach Japan zurück und zeigte ihr erstes Solostück Daichi beim Dance Hakushu Festival von Min Tanaka. Ab 2009 arbeitete sie in Frankreich mit der Compagnie AToU und entwickelte internationale Projekte in Nicaragua, Italien und Polen.
2012 entstand Love, Madness and Mysticism zu Musik von John Zorn, gefolgt von einer Improvisationsreihe mit Keiji Haino – Beginn einer fünfjährigen Residenz in Vaulx-en-Velin. Dort schuf sie interdisziplinäre Werke wie WelCOME, SHiNMu, Mille Oasis und Love Me Softly / Kill Me Tender. Parallel dazu leitete sie groß angelegte kollektive Projekte mit über 300 Teilnehmenden, darunter Défilé (Lyon Dance Biennale 2016) und TransForme (2013–2017).
2017 entstand erneut eine Zusammenarbeit mit Keiji Haino (Hidden Body). Mit Limpid Sun (2019) begann sie eine Reihe an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft in Kooperation mit dem Biologen Pierre-Henri Gouyon (Muséum national d’Histoire naturelle), gefolgt von Dynamic Origin (2020–2021, Universität Oxford).
Seit 2022 erforscht sie das Thema Migration. Daraus entstand Island without Sea – inspiriert von Flüchtlingszeugnissen, Recherchen auf Lesbos und der Genfer Konvention –, das 2024 beim Festival Contre-Sens mit 400 Teilnehmenden uraufgeführt wurde.

Details

  • Beginn: 26. November 2025 // 15:00
  • Ende: 27. November 2025 // 19:00