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SUMMARY:[Off-ICMC] Strg+Alt+Musik: Der Science-Slam über Musik in unserer digitalen Zeit
DESCRIPTION:Vorhang auf für neue Klänge\, Wissenschaft und Forschung! Bei unserem Science-Slam werden komplexe Themen in verständlichen\, kurzweiligen und unterhaltsamen Vorträgen präsentiert. Zehn Minuten haben die Vortragenden Zeit und müssen unter Einsatz von PowerPoint-Präsentation und (Live-)Musik versuchen\, möglichst viele Punkte abzusahnen. \nWie klingt eigentlich ein Atom? Kann ein Smartphone Teil eines Orchesters werden? Und was passiert\, wenn Wetterdaten\, PlayStation-Controller oder selbstgebaute Maschinen zu Musikinstrumenten werden? Karl F. Gerber und Karina Erhard zeigen\, wie Mensch und Maschine gemeinsam Musik machen können. Victor Gelling spricht über Controller\, Interfaces und die Frage\, wie man Klänge steuert\, die keine festen physikalischen Grenzen haben. Kiyoshi Furukawa und Takayuki Hamano verwandeln die Smartphones des Publikums in ein räumliches Orchester. Riccardo Mazza nimmt uns mit auf eine klangliche Reise um die Welt\, bei der Umweltdaten zu Musik werden. Und Walker Smith\, der „musikalische Chemiker“\, übersetzt das Periodensystem in Licht\, Klang und mikrotonale Akkorde. \nDas Publikum entscheidet\, wer gewinnt. \nKarl F. Gerber und Karina Erhard (DE) – Virtuosität Vergnüglich Visualisiert Kurzbeschreibung:\nGerade in Zeiten eines allgegenwärtigen KI-Hypes möchte das Publikum bei Live-Elektronischer Musik Vertrauen in eine direkte\, unverfälschte Virtuosität der Performer gewinnen. Wie? \nBio:\nSeit 2019 arbeiten Karl F. Gerber und Karina Erhard als Duo an der Schnittstelle von Komposition\, Improvisation\, Elektronik und Performance. Ihr Fokus: das Zusammenspiel von Mensch und Maschine als unmittelbares Klangerlebnis. Zentral sind Gerbers automatisierte „Autoreninstrumente“ – von Violine und Zither bis zu Blockflöte oder Talking Drum –\, erweitert durch Sensorik und interaktive Systeme. Die Stücke entstehen experimentell zwischen Konstruktion\, Programmierung und Improvisation und wurden international bei Formaten wie NIME\, CMMR und der ICMCpräsentiert.  Arbeiten wie „Limit“\, „Produktionsmittel“ oder „Corporeality – in Honour of Harry Partch“ verbinden Flöten\, mikrotonale Instrumente und automatisierte Klangapparate; mit „Four Strings not for Strings“ werden sogar Playstation-Controller zu Instrumenten. Mehrere Auszeichnungen – darunter Preise bei CMMR und Matera Intermedia sowie Filmpreise in Bangkok – unterstreichen ihre internationale Resonanz.  Gerber entwickelt seit den 1980er-Jahren musikmechatronische Echtzeit-Systeme\, Erhard ist als Flötistin in der zeitgenössischen Musikszene aktiv und gastierte u. a. bei der Münchener Biennale und den Darmstädter Ferienkursen.  \nVictor Gelling (DE) – Jetzt ist mein Leben süß wie Zimt. Komplette Kontrolle? Zwischen X-Box\, Keyboards und TanzmattenKurzbeschreibung:\n„Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand.“ So oder so ähnlich beschrieben Kraftwerk sich und viele andere Computernerds\, die tagein\, tagaus vor ihren Computer sitzen und sich dabei immer wieder eine Frage stellen: Wie kontrolliere ich einen Klang\, der keinen physikalischen Regeln folgen muss? Controller und Interfaces sind genau diese Knöpfe\, Flächen und Objekte\, mit denen elektronische Klänge nicht nur gebaut\, sondern auch gespielt werden. Sie übersetzen Berührungen\, Bewegungen und manchmal auch Zufall in Sound. Manche erinnern an Instrumente\, andere eher an Werkzeuge oder Spielzeug. In diesem Vortrag geht es darum\, wie diese Dinge funktionieren und warum sie für viele Musiker:innen so spannend sind. Was passiert eigentlich\, wenn man einen Regler bewegt? Wie wird daraus Musik? Wo hört Technik auf und wo beginnt Ausdruck? Und muss man das überhaupt noch trennen? „Und wenn ich diese Taste drück\, wird er ein kleines Musikstück gespielt!“ \nBio:\nVictor Gelling (*1998 in Berlin) ist Komponist:in und Improvisator:in. Mit Saiteninstrumenten\, unter Anderem Kontrabass\, Tenorbanjo\, Pedalsteel-Gitarren sowie Synthesizern und selbst programmierten Computerprogrammen erzeugt they Klänge von Jazz über Noise bis hin zu elektrischen Cowboysongs und komplexer Musik\, die in Werken mit NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON\, dem Antiphon-Orchestra\, der Alternative-Country-Band Slowklahoma\, Solowerken oder dem Spiel im Jorik Bergman Trio Gehör finden. Victor studierte Jazz-Kontrabass und Improvisation an der HfMT Köln. Victor gehört dem Vorstand der Kölner Jazzkonferenz e.V. an\, ist Mitglied des impakt-kollektivs Köln und verwaltet das kollektiveigene Label impakt-records. Konzertreisen führten durch Europa\, Nord- und Südamerika. Zu Festivalauftritten zählen das Acht-Brücken-Festival Köln\, das Festival Warschauer Herbst\, die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik\, die Cologne Jazzweek und das Festival de La Habana de Música Contemporánea (Kuba). \nRiccardo Mazza (IT) – Sonic Earth: Eine Echtzeitreise durch Umweltdaten Kurzbeschreibung:\nSonic Earth ist eine interaktive Reise\, die Umweltdaten in eine lebendige musikalische Landschaft verwandelt. Das Publikum erlebt eine „klangliche Weltreise“\, bei der eine Live-Verbindung zu Wetterstationen und Satelliten-APIs Temperatur\, Luftfeuchtigkeit und Schadstoffwerte aus verschiedenen Ecken der Welt erfasst und in musikalische Kompositionen verwandelt\, in der der Wind die Texturen formt und das Klima die Harmonie bestimmt. Sonic Earth erkundet\, wie Technologie uns helfen kann\, durch die universelle Sprache des Klangs wieder eine Verbindung zur Erde herzustellen.\nBio:\nRiccardo Mazza ist Komponist\, Klangkünstler und Forscher mit Schwerpunkt auf der Wahrnehmung von Klang. Er unterrichtet Neue Technologien an der Hochschule für Musik (APM) in Saluzzo und ist Gründer der Experimental Studios in Turin. Im Laufe seiner Karriere hat er an innovativen Technologien für Kino und Musik gearbeitet\, mit renommierten Künstlern zusammengearbeitet und Software für immersives Audio entwickelt. Sein neuestes Projekt\, Sonic Earth\, wurde weltweit präsentiert. \nWalker Smith (US) – Musikalische Chemie: Das Periodensystem in Licht und Ton Kurzbeschreibung:\nWie würden Atome klingen? Ist das Periodensystem ein Musikinstrument? Feiern Heliumatome Tanzpartys? In diesem Vortrag nimmt euch der in Regenbogenfarben gekleidete „musikalische Chemiker“ Roy G. Biv mit auf eine Reise durch die Klänge der molekularen Welt. Mithilfe von Datensonifikation übersetzt er die von Atomen abgegebenen Lichtfrequenzen in für uns hörbare Klänge und schafft so für jedes Element einen einzigartigen mikrotonalen Akkord. Anhand seines interaktiven musikalischen Periodensystems wird er zeigen\, wie er diese Lichtfrequenzen der Elemente genutzt hat\, um musikalische Klangfarben\, Tonleitern\, Akkorde und ganze Kompositionen zu entwerfen. Er wird auch erläutern\, wie seine Sonifikationsansätze die menschliche Hörwahrnehmung berücksichtigen und welche Strategien zur Klangtransformation uns ermöglichen\, mehr Klangdetails zu hören und gleichzeitig ihren harmonischen Charakter zu bewahren. Als weltweit erster „musikalischer Chemiker“ erweitert er die Sonifikation zur (Per-)Sonifikation und erweckt die Klänge der molekularen Welt durch Helium-Tanzpartys und magische alchemistische Schlagzeuge zum Leben. \nBio:\nWalker Smith ist der weltweit erste „musikalische Chemiker“. Er stammt ursprünglich aus Knoxville\, Tennessee\, und ist derzeit Doktorand im Bereich computergestützte Musiktheorie und Akustik am Center for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA) der Stanford University. Er hat Bachelor-Abschlüsse in Chemie und Musikkomposition an der Indiana University Bloomington. Er kreiert pädagogische Multimedia-Performances\, die Musik und Wissenschaft miteinander verbinden\, darunter „The Sound of Molecules“\, das er bereits vor Tausenden von Zuschauern in den Vereinigten Staaten und Europa aufgeführt hat. Im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums in den Niederlanden entwickelte er das „Interactive Musical Periodic Table“\, ein Projekt\, das auf einer Tagung der American Chemical Society vorgestellt wurde. Im Sommer 2025 war er Artist-in-Residence und Forscher am Ligeti Zentrum in Hamburg. Dort entwickelte er eine neue Show mit dem Titel „The Well-Tempered Periodic Table“\, die Sonifikationen chemischer Elemente mit akustischen Instrumenten\, Publikumsinteraktion und Lichtdesign kombiniert. Er hat seine Sonifikationsforschung und Kompositionen auf Konferenzen und Festivals präsentiert\, darunter AudioMostly\, die International Conference on Auditory Display\, die Sound and Music Computing Conference\, die International Computer Music Conference und das New York City Electroacoustic Music Festival. Außerdem hat er ein Kapitel zu dem von Eduardo Miranda herausgegebenen Buch Advances in Quantum Computer Music beigetragen. Seine Forschungs- und Performancepraxis konzentriert sich vor allem auf die wissenschaftlichen\, pädagogischen und musikalischen Möglichkeiten\, das Periodensystem in ein Musikinstrument zu verwandeln und molekulare Musik zu schaffen. Walker ist Goldwater-Stipendiat und Knight-Hennessy-Stipendiat. \nInteraktiver musikalischer Beitrag:\nKiyoshi Furukawa und Takayuki Hamano (Japan) – Let's Play with Spatial InstrumentsKurzbeschreibung:\nKiyoshi Furukawa und Takayuki Hamano haben eine Software entwickelt\, welche die Smartphones der Zuschauer*innen als Instrumente nutzt\, und dadurch ein räumliches Orchester im Publikum kreieren kann. Anstatt Musik passiv zu hören\, ermöglicht es Menschen im Publikum musikalisch miteinander zu interagieren und sich zu verbinden. \nBio:\nKiyoshi Furukawa studierte Komposition bei Isang Yun an der Universität der Künste Berlin und bei György Ligeti an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. Er war Artist-in-Residence am ZKM (Deutschland). Anlässlich der Eröffnung des neuen ZKM-Gebäudes im Jahr 1997 wurde Furukawa beauftragt\, eine Multimedia-Oper mit dem Titel „To the Unborn Gods“ zu konzipieren und zu komponieren. Seit 2000 ist er Professor am Fachbereich Intermedia Arts der Nationalen Universität der Künste in Tokio. \nTakayuki Hamano ist außerordentlicher Professor für Computermusik am Kunitachi College of Music. Er hat einen Master-Abschluss vom Institut für Sonologie am Königlichen Konservatorium in Den Haag und einen Doktortitel in Bildender Kunst von der Tokyo University of the Arts. Er ist außerdem CTO des Technologieunternehmens coton\, das sich zum Ziel gesetzt hat\, Musiktechnologie in der Gesellschaft zu implementieren. In jüngster Zeit war er an der Entwicklung kollaborativer kreativer Systeme für die Musikpädagogik beteiligt. \n  \nFür Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren\nKein Vorwissen benötigt\nDeutsch & Englisch\nUm eine kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten. \n  \nSimultan-Übersetzung\nDie Veranstaltung findet hauptsächlich auf Deutsch statt. Zwei der Beiträge werden auf Englisch sein und werden mithilfe von Bluetooth-Kopfhörern simultan-übersetzt. Daher könnt Ihr bei der Ticketbuchung auswählen\, welche Sprachen ihr versteht und ob ihr einen Kopfhörer benötigt oder nicht. \n  \nÜber die ICMC & Off-ICMC\nDie International Computer Music Conference (ICMC) kommt nach Hamburg-Harburg. Seit über 50 Jahren kommen jedes Jahr Künstler:innen\, Musiker:innen und Wissenschaftler:innen aus aller Welt zur ICMC zusammen\, um das Zusammenspiel von Musik mit digitalen Technologien zu erforschen. Vom 11. bis 16. Mai 2026 findet die Off-ICMC statt: das kostenlose Begleitprogramm rund um das Thema „Musik in unserer digitalen Zeit“. Hier geht es zur Programmübersicht. \nAuch ausgewählte Konzerte und Vorträge der Konferenz sind für die Öffentlichkeit zugänglich!
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